Meilensteine

1872 In Mattwil TG entsteht die erste Chrischona Gemeinde. Damit startet die Arbeit von Chrischona Schweiz unter der Leitung der Pilgermission St. Chrischona. Unter ihren damaligen Direktor Carl-Heinrich Rappard entstehen in den nächsten 40 Jahren 60 Gemeinden.
1965 Chrischona Schweiz startet mit dem ersten Jugendbeauftragten, es ist Kurt Hutter. Sein Auftrag ist es, die Jugendarbeit weg vom Solo-Leiter hin zu einer Teamleitungskultur zu führen. Es wird 10 Jahre Einsatz von ihm und seinem Nachfolger brauchen, bis die Gemeinden diesen Schritt mitgehen können. Heute ist Jugendarbeit ohne Teamarbeit nicht mehr denkbar.
  Ebenfalls in dieser Zeit startet Jugend Chrischona Schweiz mit dem «Schweizer Jugendtag» auf St. Chrischona. Wenige Jahre später nehmen bereits 2000 Teilnehmer teil, in den 80er-Jahren gegen 3000. Die Segensspuren gehen weit über Chrischona hinaus. Dennoch ist 1988 Schluss. Der Nachfolgeevent wird das CREA! Meeting sein.
  Auch die Jugendzeitschrift Weiche und der Leiterbrief für Mitarbeiter werden in dieser Anfangsphase gestartet. Die «Weiche» wird ganze 30 Jahre Bestand haben. Der Leiterbrief sogar noch länger, er geht 2001 zusammen mit der «Wüelchischte» und der BESJ-Zeitschrift «Input» im neuen Format «Forum Kind/Forum Jugend» auf.
1970 Es gibt nun etwa 70 Jugendgruppen im Chrischona Movement. Wenige Jahre später wird auch der BESJ gegründet, um die neue Outdoor-Arbeit mit bereits 15 Jungscharen besser fördern zu können.
1972 Mit Vreni und Dieter Theobald werden die ersten Kinderbeauftragten berufen. Es beginnt die Zeit der Kinderlager und Kinderwochen. Die Lagerarbeit wird in den 80er-Jahren ihre grosse Blütezeit erleben: Es gibt da Lagerangebote für Kinder, Teens, Jugendliche, Singles, Familien und mehr. Jedes Jahr erscheint ein Lagerprospekt im Umfang von 40 bis 60 Seiten.
1975 Der erste Familientag auf St. Chrischona startet. Für die nächsten 26 Jahre wird er für Familien und ihre Kinder ein besonderer Tag im Jahr sein.
1976 Der Vorläufer des heutigen «Kinder Hauptleitertreffens» hat hier seine Wurzeln: Aus jeder Chrischona Gemeinde wird erstmals eine Person zu einer Delegiertenversammlung im Bereich Kinder eingeladen.
1978 Das Team von Kinder Chrischona Schweiz veröffentlicht das Buch «Gott liebt nicht nur grosse Leute». Es ist ein erster Leitfaden, wie Arbeit mit Kinder gestaltet werden kann. 1996 erscheint es in der 4. Auflage. Die Impulse werden danach durch das «Helferkonzept» in die Gemeinden getragen.
1982 Auch im Bereich Teenager entsteht ein Event - ein Teenagertreffen.  Gestartet wird es im Kanton Freiburg und lässt sich dann in Lenzburg nieder. Dort bekommt es auch den Namen: TTL - Teenagertreffen Lenzburg. Gegründet wird es von Jugend Chrischona Schweiz und dem Bibellesebund. Über die ersten Jahre wurde der Event gemeinsam gestemmt, dann wurde der Lead gänzlich dem Bibellesebund übergeben. Allgemein kommt in dieser Zeit der Bereich Teenager stärker in den Fokus. Mitarbeiterhilfen werden herausgegeben und Schulungen angeboten. In den Gemeinden entstehen vermehrt TCs (Teenager-Clubs).
1990 Nachdem in den letzten Jahrzehnten immer mehr Kinder- und Jugendbereich investiert wurde, erreichte die Arbeit mit 700 Stellenprozenten Mitte der 80er-Jahre seinen Höhepunkt. Nun kommt aber das Mutterhaus in Finanznot und muss an verschiedenen Orten sparen. Die Prozente werden auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Die Kinder- und Jugendsekretäre, wie sie damals genannt wurden, sind gefordert, Angebote radikal zu überdenken. Die Lagerarbeit wird eingestellt bzw. auf wenige Kinderlager reduziert und an das damalige Start-up Surprise-Reisen übergeben. Ebenfalls wird die Zusammenarbeit mit dem BESJ intensiviert. Dieser stellt nun erstmals einen Teenie-Sekretären an. Nach der Re-Strukturierung geht es weiter.
1993 Das CREA! Meeting wird nach einem ersten Pilotversuch als Nachfolgerin vom Jugendleitertag von nun an jährlich durchgeführt. Schnell wächst das Treffen wieder auf 1000 Personen an erreicht auch die 2000er-Grenze. Bald nach der Jahrtausendwende kommen die FEG und VFMG mit ins Boot und geben ihren Jugendevent auf, um sich gemeinsam auf einen Anlass zu fokussieren.
1999 Ohne unser Zutun entstehen an verschiedenen Orten Jugendgottesdienste, so auch in Amriswil und Frauenfeld, die regelmässig mehrere hundert Jugendliche erreichen. Die beiden Godis schliessen sich mit anderen später zum Godi Network zusammen, das u.a. 2008 und 2010 die Jugendferienwoche «El Campo» in Spanien organisiert. Das «El Campo» inspiriert später dazu, «Chrischona Ferien» ins Leben zu rufen. Diese findet seit 2013 nun alle zwei Jahre statt, mit über 40 Gemeinden und 1000 Teilnehmern. Wo wir mithelfen durften: Wir waren Teil vom «El Campo»-Team und investieren uns seit einigen Jahren ins Godi Network. Zudem durften wir von Beginn an bei Chrischona Ferien eine prägende Rolle spielen.
2000 Nach vierjähriger Probe und Adaptionsarbeit wird KIDS TREFF als neue Sonntagsschule-Methode eingeführt. In den Folgejahren werden Konferenzen und Seminartage durchgeführt. Dabei sind grössere Konferenzen mit Referenten aus USA aber auch Seminartage mit Schweizer Spezialisten dabei. KIDS TREFF wird durch einen Verein getragen und arbeitet eng mit Willow zusammen, an deren «Promiseland»-Arbeit das Konzept angelehnt ist. In der Pionierphase wird der Verein durch Kinder Chrischona Schweiz geleitet.
2001 Das neue Magazin «Forum Kind/Forum Jugend» geht an den Start. Auch die «Wüelchischte» geht in dieses Heft über. Die «Wüehlchischte» war 1984 gestartet worden und ist über 40 mal erschienen. Sie war eine wertvolle Materialsammlung für die Kinderarbeit. Das «Forum Kind/Forum Jugend» vereinte nun all diese Dinge in sich: Impulse in Theologie und Leiterschaft, Tipps für Teams und konkrete Programmentwürfe. Das neue Magazin wurde von einem Herausgeberkreis aus verschiedenen Verbänden verantwortet, Chrischona Schweiz ist Teil davon. Ganze 10 Jahre erschien das Magazin alle 3 Monate und erreichte 1700 Abonnenten.
2002 Mit Newleaders startet ein neuer Jugendleiterkongress. Von Anfang an wird der Kongress von einem Trägerkreis aus mehreren Verbänden organisiert, Jugend Chrischona Schweiz übernimmt in den ersten Jahren die Leitung. Er entwickelt sich über die Jahre immer mehr zu einem Kongress, an den Jugendleitende mit ihren ganzen Teams kommen. 2017 trägt das Team dem Rechnung und baut den Kongress mit einem neuartigen Modulkonzept um. Nun richtet sich das Schulungsweekend gänzlich an Teams und gibt ihnen die Möglichkeit, sich ihre individuelle Retraite zusammenzustellen.
2007 Das letzte Kinderlager wird durchgeführt. Damit geht eine 35-jährige Geschichte zu Ende. 3 Jahre später findet auch die letzte Kinderwoche statt. Da zu diesem Zeitpunkt in 31 Chrischona Gemeinden bereits selbstständige Kinderwochen stattfinden, ist auch dies ein Bereich, aus dem wir uns fröhlich herausnehmen können.
2012 ORANGE LEBEN wird in der Schweiz eingeführt, Unser Team ist federführend daran beteiligt. Mit dem Label ORANGE LEBEN wird verdeutlicht, dass Familie und Gemeinde zusammenstehen müssen, um ihre Kinder im Glauben zu fördern. ORANGE LEBEN stiess dabei auf fruchtbaren Boden. Bereits 5 Jahre zuvor haben wir mit dem Label «Glaube zuhause leben» Eltern ermutigt, die Glaubensentwicklung ihrer Kinder aktiv zu unterstützen. In dieser Zeit begann auch die Erkenntnis zu reifen, dass wir in der Kinder- und Jugendarbeit besser überlegen müssen, wie wir ihnen Glaubensschritte ermöglichen können - und daher wegkommen sollten von einer freien Angebotssammlung hin zu einer zielgerichteten Zusammenarbeit all dieser Angebote. Dies alles mündete 2012 in der Denkweise ORANGE LEBEN, die von nun an die Arbeit von Kinder Chrischona Schweiz und Jugend Chrischona Schweiz prägte. Sie führte dazu, dass sich die beiden Bereiche zu Young Generation verschmelzten, um dieses übergreifende Denken besser leben zu können. Sie führte dazu, dass sich mehrere Konferenzen diesem Thema widmeten, mehrere Bücher dazu erschienen und Gemeinden begannen, «Orange» zu denken. Aus dem heraus entstanden auch die Impulsabende, die jedes Jahr ORANGE LEBEN einen Schritt nach vorne bringen. Chrischona Schweiz war in all diesen Prozessen an vorderster Front dabei, suchte aber auch von Anfang an den Schulterschluss mit anderen Verbänden, was an den meisten Orten auch gelang.
2013 Kinder im Fokus wird gegründet und veranstaltet in Zukunft eine Konferenz, die aus den KIDS TREFF-Schulungen und der KIMIKO hervorgeht, ein Schulungstag, der seit 2012 alle zwei Jahre stattfand. Das Kinder im Fokus Team hat zum Ziel, das Sonntagmorgen-Programm mit Kindern weiter zu fördern, auch über das KIDS TREFF Modell hinaus.
2015 Die Glaubensmap wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist der Beginn einer fortlaufenden Produktserie rund um das Wimmelbild, die helfen zu entdecken, wie die Glaubensentwicklung vom Kind zum Erwachsenen begleitet und gefördert werden kann.

Wir verzichten darauf, neuer Ereignisse schon in die Liste von Meilensteinen aufzunehmen, da wir denken, Meilensteine lassen sich erst im Rückblick beurteilen.